Die Umrundung des Manaslu

4. Trekkingtag       Jagat  -  Philim

Die Kinder in den Dörfern halten sich immer gerne nahe am Trekkingpfad auf.

Dies vielleicht auch um zu erkunden, welche Nationalitäten
von Trekkern gerade unterwegs sind und vielleicht um von dem einen oder anderen durchziehenden Wanderern ein
kleines Geschenk zu erhaschen.

Kurz vor Erreichen der Ortschaft Jagat folgt der Weg einem
alten, ausgesetzen Pfad welcher in Jahrhunderten mühevoll aus dem Fels gehauen wurde.

Das darunterliegende Flußufer ist bei Schmelzwasser in den Sommermonaten nicht begehbar.

Wer jedoch den Fluß zu den gegenüberliegenden Feldern mit dieser hausgemachten Seilbahn überqueren will, muß schon eine gehörige Portion Mut und Vertrauen in die Nepalesische Seilbahn-Technik aufbringen.

Währen des Weiterweges hat man Zeit der Frage
nachzusinnieren:
Haben die Einheimischen Bauern auch die Ziegen, die auf der gegenüberliegenden Flußseite zu sehen sind, mit
diesem Gefährt hinübertransportiert ?

Und wenn..., dann haben sie hoffentlich den Ziegen vor dieser Gruselfahrt die Augen verbunden um sie nicht anschließend durch ein geschultes Kriseninterventionsteam psychologisch betreuen zu müssen.

Manche Bewohner der Himalayatäler tragen trotz dieser steinigen Wege nicht einmal  Schuhe oder bestenfalls einfache Sandalen.

Bereits am Eingang zur Ortschaft Sirdibas führt der Weg entlang einer langen und wunderschönen Manimauer.

Nicht zu vergessen...., es ist üblich, immer links im Uhrzeigersinn daran vorbeizuwandern.

Hier wird man gerne eine Rast einlegen um die verschiedensten bunten Manisteine einzeln zu betrachten.

Beachtlich ist die Vielfalt an Motiven und der Farbgebung dieser religiösen Steintafeln.

Mit den Kindern der Bewohner gemeinsamen Spass zu haben gehört auch zu den Trekkingfreuden.

Beim gegenseitigen Necken vergißt man am leichtesten die Müdigkeit und daß die Füße bereits seit einiger Zeit schmerzen.

Der heutige Wegabschnitt ist nicht soooo lang, dafür aber warm.

Immer neue Varianten von Ohrenschmuck beobachtet man
bei den Frauen.

Sogar bei der täglichen Arbeit am Feld sieht man Frauen kaum ohne Schmuck.

Kurz vor Philim muß das breite Flußtal zur anderen Talseite gequert werden.
Ermöglicht wir dies durch eine riesige, endlos lange Hängebrücke, die das gesamte Flußtal in seiner vollen Breite überspannt.

Unvorstellbar, wenn es diese Brücke nicht gäbe !
Das hintere Tal wäre nur erschwert mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Außer: eh schon wissen - die naturverbundene, kühne
"Nepalesische Seilbahntechnik".

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